Nach dem Abitur studierte W. S. Philosophie bei Prof. Martin in Bonn und dann Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel, unter anderem bei Fritz Winter, K.O. Blase, Arnold Bode (Begründer der Dokumenta), Hans Hillmann, Harry Kramer u. a. Nach Abschluß seiner zwei Staatsexamen wurde er zunächst Lehrer in Kassel, dann in Hamburg. Noch während seiner Studienzeit veröffentlichte W.S. seine ersten Kinderbücher im Signal-Verlag, dann bei Insel und Suhrkamp. 1976 erhielt W.S. den Deutschen Jugendbuchpreis für sein Buch "Heute wünsch ich mir ein Nilpferd".
Um 1975 war Wilhelm Schlote der erste Zeichner der Cartoon-Postkarten auf den Markt brachte. Sie wurden berühmt als "Schlote-Karten" - und weltweit vertrieben. Zitat Astrid Lindgren: "Das Schönste was ich auf der Frankfurter Buchmesse gesehen habe - die "Schlote-Karten".
Wilhelm Schlote war zu dieser Zeit freier Mitarbeiter verschiedener Zeitungen: FAZ, Die Zeit, Schöner Wohnen, Rheinischer Merkur, Welt am Sonntag ... Es folgten Buchveröffentlichungen bei Rowohlt, Ullstein, dtv, Ravernsburg etc. 1978 gab Wilhelm Schlote seinen Lehrerberuf auf (Zwei deutsche Hochschulen bewarben sich um W.S. als Pofessor für "Grafik-Design" und Illustration).
W.S. ging mit seiner Familie nach Paris. Von 1979 - 1993 lebte Wilhelm Schlote als Freier Zeichner in Paris. Er arbeitete unter anderem mit César, Sonia Rykiel, Roland Topor etc. In diesen Jahren fiel Wilhelm Schlote in Deutschland besonders durch seine Stadtplakate auf. Außerdem machte er zwei Bücher für die Deutsche Post, Kunstdrucke für Telekom, Kalender für das Deutsche Rote Kreuz und Zeichnungen für "Artists for Nature" etc.
In Frankreich zeichnete die "Académie Calvet" Wilhelm Schlote für seine Zeichnungen aus. Der Preis wurde ihm von Cathérine Deneuve und Claude Chabrol überreicht. 1995 - 2002 lebte W. S. in Nizza an der Cote d'Azur. Er entwarf Plakate für St. Tropez, Cannes und Monte Carlo. 2003 kehrte er nach Paris zurück und fand ein Atelier in einem romantischen kleinen Hinterhof auf der Ile St. Louis. Wilhelm Schlote ist in Frankreich besser bekannt unter seinem Vornamen "Wilhelm". Unter den Freunden und Sammlern seiner Zeichnungen sind so illustre Namen wie Cathérine Deneuve, Vanessa Paradis, Jean Toot, Johnny Depp etc. Ein- bis zweimal im Jahr stellt Wilhelm Schlote in Paris aus - meist natürlich auf seiner Insel, der "Ile St. Louis".
Seine letzte Ausstellung "Flower Power" war am 17. September 2008. Sie dauerte einen Tag und eine Nacht ...und alle 45 ausgestellten Zeichnungen waren verkauft. Die nächste Schlote-Ausstellung ist am 19.3.2009 - natürlich auf der Ile St. Louis.

